Wer in Dresden die mangelhafte Förderung von Strukturen der Kreativ- und Kulturbranche unterhalb des touristischen Zugriffsniveaus moniert, verkennt schlicht auch den Umstand mangelhafter Informationslage und Handhabe bei den Verantwortlichen.
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Die Gunst der Stunde nutzen heißt es nun – und dazu gehören mit Sicherheit zwei Seiten: Genau jetzt sollte der rechte Zeitpunkt gekommen sein, eigene Interessen und Bedürfnisse aktiv und mitarbeitend zu artikulieren. Offenheit für Dialog und Zusammenarbeit jedenfalls hat Birgit Monßen, Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung, bei Studienpräsentation überraschend authentisch bekräftigt und explizit zur aktiven Mitarbeit eingeladen.

Quelle: Kritik der Dresdner Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, bis auf die Frage “Wie?” und “Wo?”. Und damit möchte ich noch einmal auf die Plattform http://nyc.changeby.us verweisen, denn das wäre eine Antwort, die man jetzt zum Abgucken aufgreifen könnte.



Yasni durchsucht offenbar nicht selbst das Internet mit sogenannten Crawlern, sondern bedient sich nur bei bereits indexierten Suchergebnissen anderer, vor allem von Google, die es quasi zweitverwertet.

Quelle: Die Menschenfischer auf branseins online

Das klingt nach einem logischen Grund, warum diese Personensuchmaschinen immer so gut gerankt sind. Ich bin ja nicht so interessiert an SEO, aber heißt das dann, dass es von Vorteil ist auf die Ergebnisse zu verlinken, die unter dem Suchwort, unter dem ich auch gefunden werden will, von Google weit oben gelistet werden? Hat Google so eine Art Selbstbestätigungsgrinsen im Algorithmus?



Die neuen Social Commerce Portale wie Groupon und Deindeal.ch funktionieren nach dem Prinzip der gemeinsamen Nachfrage auf ein bestimmtes Angebot. Kommen genug Interessenten für ein Angebot zusammen, wird dieses zu einem Schnäppchenpreis geliefert. Ich habe mir überlegt, dass nach diesem Prinzip auch Seminare oder auch Einzelveranstaltungen organisiert werden könnten.

Quelle: Gruppendynamik für Seminare und Vorträge

Müßte man mal weiterdenken, was Musiker mit dieser Idee anfangen können. Würde für sie wahrscheinlich nur über die Verknappung funktionieren, ansonsten wäre ‘normales’ Crowdfunding vorzuziehen. Auf der anderen Seite, entsteht da die Frage ob man überhaupt lieber vor denen spielt, die einfach genug Cash auf den Tisch legen und gut. Ich stelle mir auch die Situation komisch vor, wenn mein bester Freund auf einmal nicht mehr mit reindarf, weil er von jemand anderem überboten wurde. Kniffelig, aber sicherlich lösbar.



Lobo stellte nämlich die Behauptung auf, der Troll festige in der Reaktion auf ihn die sozialen Strukturen der Restgruppe von Kommentatoren und stelle sozusagen den evolutionären Druck her, der die Community stärker und überlebensfähiger mache. „Gruppen, die von Trollen attackiert werden,“, so die Lobo-These „entwickeln einen wesentlich höheren Zusammenhalt.“ Insofern hätte der Troll dann doch eine sehr nützliche Funktion, was bei allem Kopfzerbrechen, das er Community-Managern bereitet, vielleicht ein kleiner Trost ist.

Quelle: Jetzt endlich auch wissenschaftlich belegt: „Don’t feed the trolls“

Noch mal schön zusammengefasst, was Sascha Lobo in seinem re:publica11 Vortrag „jüngste Erkenntnisse aus der Trollforschung“ formulierte. Es erinnert außerdem an das Thema Storytelling, schließlich arbeiten wie dort auch mit verschiedenen Rollen, Helden, Gefolgsleute und Störenfriede.



Wissenschaftliche Blogs bieten nun die Möglichkeit die alten Zöpfe und Routinen der traditionellen Wissenschaftsvermittlung abzuschneiden.

Quelle: Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft vom 14. März 2008

Mal davon abgesehen, dass wir mittlerweile wissen, dass es mehr um eine Ergänzung geht, als um eine Ersetzung und es auch nicht immer wünschenswert ist alle “alten Zöpfe” komplett zu kappen, ist hier trotzdem schön herausgestellt, welche Chancen das Bloggen mit sich bringen. Ganz so wie in der Überschrift ist es übrigens auch nicht gemeint, man findet im Text auch “Wie ich im letzten Beitrag verdeutlicht habe, sind Blogs kein Ersatz für das wissenschaftliche Publikationssystem, das über Monographien und v.a. Journals organisiert ist.” 

Für mich ausserdem interessant, findet man auch eine Grafik, die sich sehr stark mit dem Gedanken des Social Media Circles deckt.



DAS ist das eigentliche Problem an Facebook, Google+ und Co. Dass wir unsere Blogs verlassen, weil es hier alles so einfach geht. Und uns einreden, das sei hier digitale Öffentlichkeit.
Zitat stammt ursprünglich von Martin Oetting und wird diskutiert bei Sascha Lobo.


«Ich komme gerade aus Berlin, von einer Tagung mit über 80 Personalmanagern aus ganz Europa. Das so genannte ‚Selfseeding‘, also sich selbst in Szene setzen, war dort ein ganz großes Thema. Die Kollegen waren sich einig, dass zukünftig ganz andere Maßstäbe an einen Job-Bewerber gelegt werden, als in der Vergangenheit. Wer sich digital unsichtbar macht, wird auch von uns nicht beachtet werden.«

Quelle: Keine Saufbilder? Kein Job!

OK, ich gebe es ja zu. Ich trinke einfach viel lieber Kaffee als Bier. Oder wenn, dann auch lieber Wein. Aber darum geht es ja gar nicht. Das ganze Geschrei um die Bilder, die mich in ungünstigen Sitationen zeigen können zielen ja oft auf das Thema ‘beruflicher Erfolg’.

Die wachsende Bedeutung der Soft Skills wird ja aber auch nicht erst seit gestern diskutiert und die oben beschriebene Sitation ist für mich nur eine logische Schlußfolgerung daraus.

Ich denke, das geht aber auch noch weiter. Ich frage mich auch ab und zu, was andere denken, wenn ich auf Facebook Familie, Kinder und auch zum größten Teil auch Freundesgespräche rauslasse, bzw. diese nicht öffentlich einsehbar sind? Denkt man dann nicht auch, ich hätte keine? Stellt man sich dann die Frage warum? Malt sich der Gegenüber ein Bild von mir von einem dem was fehlt?

Was die Kinder betrifft, machen das ja doch erstaunlich viele anders. Schreiben, wenn sie mit ihnen schon wieder ins Krankenhaus, welche Krankheiten diese so durchmachen usw usf. Das z.B. mache ich bewußt nicht, weil ich meine Kinder nicht fragen kann, ob sie damit einverstanden sind, dass diese Details auch noch in 10 oder 15 Jahren von ihnen irgendwo auffindbar sind. Jeder von uns wäre in seiner Teenager-Zeit nicht sonderlich scharf darauf gewesen. Warum also sollte ich das tun?

… Gedanken Gedanken. Aber irgendwie sollte man sowas dann doch am Lagerfeuer besprechen und nicht hier.



Christian Henner-Fehr: “Man kann keine Community im landläufigen Sinn managen, man keine Kultur managen, man kann auch keine Innovation managen oder fördern, wie das der Staat immer wieder mal kommuniziert. Aber was man natürlich kann: die Rahmenbedingungen managen. Gleiches gilt übrigens auch für den Begriff “eine Community bauen”. Geht natürlich so gesehen auch nicht.

Bleibt die Frage, ob jemand, der eine Community managen möchte, sich sprachlich ungenau ausdrückt oder keine Ahnung hat. ;-)”

Quelle: Google+ Kommentar von Christian Henner-Fehr

Ausgang war ein die Aussage “Community Management. Auch so ein Missverständnis.” von Johannes Korten

Danke!



zwei Quellen zum Thema Google Social Network

Diese zwei Quellen sind sicherlich hilfreich in der Betrachtung, was Google+ wohl so wird.

The Real Life Social Network v2 View more documents from Paul Adams

Google’s Long History of Social Media Attempts [INFOGRAPHIC]



Unternehmen wollen und müssen soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Denn Gesellschaft und Konsumenten fordern eine neue Unternehmer-Ethik ein, in der Moral und Verantwortung zentrale Aspekte darstellen.

Quelle: Internationaler Preis für “Nachhaltiges Wirtschaften” ausgelobt: Sustainable Entrepreneurship Award 2011

Ich finde ja auch, dass ökologische Verantwortung viel mehr als Chance begriffen werden sollte, gerade für unternehmerisch geprägte Ziele. Obendrein sehe ich für den Kulturbereich eine starke Überschneidung bei den Zielgruppen. 

Siehe auch http://www.green-events-germany.eu/